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Aktuelles
Rechtsextremismus in Süddeutschland - Vortragveranstaltung mit Robert Andreasch
30.06.2009

Mittwoch, 15. Juli 2009 / 19:00 Uhr
Gewerkschaftshaus Heilbronn / Gartenstraße 64

Robert Andreasch berichtet an diesem Abend aus seiner Arbeit und gibt weiter, was er bei Veranstaltungen und Aufmärschen der rechten Szene erfährt: Mit welchen „Inhalten“ versucht wird, noch mehr Sympathisantinnen und Sympathisanten in der Bevölkerung zu gewinnen, welche Themen NPD, PRO Heilbronn und andere extreme Rechte aufgreifen und zu besetzen versuchen, wie sich NPD und neonazistische Kameradschaften in der Region zu organisieren versuchen.

Robert Andreasch zeigt rechte Rekrutierungsstrategien für Jugendliche auf und beleuchtet die Infrastruktur der extremen Rechten in Baden-Württemberg. Er zeigt ein Bild der neonazistischen Szene jenseits der bekannten Klischees von dumpfen Skinheads, er erklärt vielmehr die multiplen Stile und Erscheinungsformen, in denen die süddeutsche extreme Rechte mittlerweile auftritt. Rassismus, antisemitische Hetze, Homophobie und andere Ressentiments der Neonazis enden dabei letztendlich immer in Gewalt.

Wie sozialwissenschaftliche Studien zeigen, sind diese Ideologien jedoch zunehmend auch in größeren Teilen der Bevölkerung vorhanden. Ursachen dieser Entwicklung und notwendige Gegenmaßnahmen können an diesem Abend mit dem Referenten diskutiert werden.

Robert Andreasch ist Buchautor und Journalist. Sein Arbeitsgebiet ist seit vielen Jahren die Neonaziszene Süddeutschlands. Zahlreiche Medien im In- und Ausland veröffentlichen seine Recherchen und Beiträge, auch die Bundeszentrale für politische Bildung, der baden-württembergische Landtag und das bayerische „Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus“ greifen seine Arbeitsergebnisse auf.

Antifa[z] Heilbronn || DGB Heilbronn || VVN-BdA Heilbronn || Plan B

"Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen." (gemäß § 6 VersG)

 
Am 1. Mai nach Ulm!
15.04.2009

Neonazis der JN-BW und süddeutsche Kameradschaften werden am 1. Mai 2009 in Ulm aufmarschieren. Wir rufen alle AntifaschistInnen dazu auf, dies nicht hinzunehmen und sich gemeinsam mit dem lokalen Bündnis an den Protestaktionen in Ulm zu beteiligen!

Infos:

Kein Naziaufmarsch in Ulm!

 
Aufruf zum sozialrevolutionären und antinationalen Block auf der Krisen-Demo am 28.03. in Frankfurt
23.03.2009
Die Wirtschaftskrise, an deren Beginn wir stehen, ist die schwerste Krise seit dem Crash der Weltwirtschaft in den 1930er Jahren. Damals war der Finanzkrach von 1929 erst das Vorbeben der großen Krise, mit ihren Millionen von Arbeitslosen und massenhafter Verelendung und dem „Konjunkturprogramm“ Aufrüstung und Krieg. Kommen wie damals die dicken Brocken in den nächsten ein bis zwei Jahren also erst noch auf uns zu?

Verantwortlich für die Krise sind nicht irgendwelche gierigen Finanzmanager und Spekulanten. Auch nicht die ArbeiterInnen in den USA, die ihre Häuser mit Krediten kaufen mussten, die sie nicht zurückzahlen konnten. Es ist die „freie Marktwirtschaft“ selbst, das kapitalistische Wirtschaftssystem, das immer wieder eine Überproduktion an Waren erzeugt, die keine Käufer mehr finden. Hinzu kommt, dass das Kapital durch die Produktion von Waren, also durch die Ausbeutung unserer Arbeit, keinen „ausreichenden“ Profit mehr erzielt und deshalb z.B. in spekulative „Finanzprodukte“ investiert hat.

Noch kann niemand sagen, ob wir gerade den Anfang vom Ende des Kapitalismus erleben, oder ob sich dieser auf Kosten der Ausgebeuteten dieses Planeten „gesundgeschrumpft“ und „modernisiert“ aus dieser tiefen Krise erheben wird. Viele Menschen fangen aber gerade an, die Dinge klarer zu sehen und verstehen, dass freie wie soziale „Marktwirtschaft“ – also Kapitalismus im Normalbetrieb – auch jenseits ihrer Krisen genug gesellschaftliches Elend rund um den Globus hervorbringen: stumpfsinnige Lohnarbeit, Umverteilung von Macht und Vermögen zugunsten Weniger, Erwerbslosigkeit, psychische Erkrankungen, Krieg, Umweltzerstörung, Hunger, Durst und Tod.
 
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