AktuellNewsarchivTexteLinksKontakt
 
Der "NS-Gegner" Filbinger: Nur noch mal zur Kenntnis
Hans Filbinger als NS Marinerichter

15.03.1945: Das Hafenschutzboot „No 31“ verlässt das Oslofjörd mit dem Ziel,das neutrale Schweden zu erreichen. Die Mannschaft wollte desertieren. Der Offizier des Boots wurde von einem der Matrosen erschossen, weil er nicht desertieren wollte. Dieser Obergefreite der „No 31“  wurde von Herrn Marinestabsrichter Dr. Hans Karl Filbinger in Abwesenheit zum Tode verurteilt.
Wenig später flieht die „No 21“ erfolgreich nach Schweden. Filbinger verurteilt den Kommandanten in Abwesenheit zum Tode.

16.03.1945, Norwegen: Der 22 jährige Marinesoldat Walter Gröger wird wegen „Fahnenflucht“ erschossen. Zwei Stunden zuvor wird er durch einen Admiral zum Tode verurteilt. Beantragt hat das Urteil der Verteidiger der Anklage, Hans Filbinger. Er überbringt dem Verurteilten die Nachricht persönlich und überwacht auch die Erschießung.

1978 wird im im Spiegel ein Aufsatz von Filbinger aus dem Jahr 1935 veröffentlicht, in welchem er Kritiker am NS Regime als „Schädlinge am Volksganzen“ bezeichnet sowie die „rassisch wertvollen Bestandteile des Volkes verteidigt.“

2007 taucht die Beitrittserklärung von Filbinger zur NSDAP von 1937 auf.

Filbinger hat weder seine Taten bereut oder seine Schuld eingestanden, noch sich bei den Opfern entschuldigt.

Die Schwester des ermordeten Marinesoldaten bezeichnet Filbinger als „den Mörder meines Bruders“. Und der Freiburger Historiker Wolfram Wette, der über Filbingers NS-Vergangenheit forschte, kommt zu dem Schluss: „Er hat als ein - gar nicht ein so kleines Rädchen - im Gewaltapparat des NS-Regimes funktioniert. Er war kein Sand im Getriebe, sondern Öl“.
 
support:
  Rote Hilfe - werdet Mitglied!
Aussageverweigerung!